Lehrer:innenbildung im Verbund WEST

Ein Zwischenstand nach 10 Jahren

Steuerungsgruppe Verbund WEST, v. l. n. r. Markus Ammann (UIBK), Ulrike Pfeiffenberger-Blaas (UIBK), Julia Wieneke (MOZ), Helmut Schaumberger (MOZ), Regine Mathies (PHT), Gregor Örley (PHT), Janette Walde (UIBK), Lukas Posch (StV), Elisabeth Haas (PHV), Lea Ortner (FV), Julia Brugger (FV), Elisabeth Ostermann (PHV), Nikolaus Janovsky (KPH ES) © Fakultät für LehrerInnenbildung, Universität Innsbruck

Vor 10 Jahren startete mit der Gründung des Verbunds Lehrer:innenbildung WEST eine Kooperation von drei Pädagogischen Hochschulen und zwei Universitäten (Pädagogische Hochschule Tirol, Pädagogische Hochschule Vorarlberg, Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein, Universität Mozarteum Salzburg und Universität Innsbruck), die seither die Lehrer:innenausbildung für die Sekundarstufe Allgemeinbildung in Tirol, Vorarlberg und Südtirol erfolgreich verantwortet.

2016 „Pädagog:innenbildung neu": Zusammenarbeit unter neuen Voraussetzungen

Die Reform der Pädagog:innenbildung 2016 schuf für die beteiligten Hochschulen völlig neue Rahmenbedingungen. Trotz nicht abgestimmter gesetzlicher Vorgaben, unterschiedlicher Vorstellungen und administrativer Hürden trug eine gemeinsame Aufbruchstimmung wesentlich dazu bei, ein qualitätsvolles, modernes Studienangebot für die Sekundarstufe zu etablieren. Mit dem Unterrichtsfach Berufsorientierung und Lebenskunde (Lehramt für die Polytechnischen Schulen) und der Spezialisierung Medienpädagogik entstanden österreichweit einzigartige Fächerangebote; die Einbindung der Standorte Stams und Feldkirch per Videokonferenz trieb zudem die Digitalisierung voran. Im vierjährigen Bachelor- und zweijährigen Masterstudium wurden bildungswissenschaftliche Grundlagen, die gesamte schulpraktische sowie die fachliche und fachdidaktische Ausbildung verankert. Die fünf Hochschulen haben auf allen Ebenen intensiv zusammengearbeitet und das gemeinsame Studium laufend weiterentwickelt.

2026 Bewegung als Konstante: Der Verbund WEST bewegt mit

Bereits im Jahr 2018 reagierte der Verbund mit einem innovativen Pilotversuch – einem 1-Fach-Masterstudium (heute: Quereinstieg) im Unterrichtsfach Musikerziehung – auf den sich abzeichnenden Lehrer:innenmangel. Mit dem Hochschulrechtspaket 2024 wurde unter anderem die Studienstruktur von Lehramtsstudien neuerlich reformiert. Dies zog die vereinheitlichte Studiendauer der Lehramtsstudiengänge aller Altersbereichen in dreijährigen Bachelor- und zweijährigen Masterstudien nach sich. Ein eigenes Praxissemester greift Rückmeldungen aus der Schulpraxis auf; aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen – kritischer Umgang mit KI, Inklusion, Deutsch als Zweitsprache und digitale Medien – werden umfassend berücksichtigt. Die aktuellen Zahlen zum Aufnahmeverfahren deuten darauf hin, dass das neue Angebot sehr gut angenommen wird.

Mit der Ankündigung des Bildungsministeriums, neue Fächer in der Sekundarstufe II einzurichten (KI und Informatik; Demokratiebildung und Medien), und Überlegungen zu einer „School of Education" bleibt Dynamik in der Lehrer:innenbildung. Der Verbund WEST wird auch für diese Herausforderungen innovative Lösungen entwickeln – zum Nutzen eines zukunftsorientierten und innovativen Schulsystems.

Alles Gute zum Geburtstag!