Induktionsphase 2026: Ein Kompass für den Berufseinstieg

124 neue Lehrpersonen bereiteten sich im Rahmen der Berufseinstiegswoche an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein auf ihren Start in den Schulalltag vor.

Die Induktionsphase – ein Kompass für den Berufseinstieg

Der Einstieg in den Lehrer:innenberuf ist ein besonderer Schritt: Neue Aufgaben, Verantwortung und viele Fragen prägen die ersten Wochen im schulischen Alltag.

Umso wichtiger sind Orientierung, Austausch und die Möglichkeit, Erfahrungen zu reflektieren und gemeinsam weiterzulernen.

112 Berufseinsteiger:innen bereiteten sich im Rahmen der Berufseinstiegswoche an der KPH auf ihren Start in den Berufsalltag vor. Die Woche bildete dabei einen ersten wichtigen Baustein der Induktionsphase und bot Raum, zentrale Fragen des Berufseinstiegs aufzugreifen, neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit anderen angehenden Lehrpersonen zu vernetzen.

Wie wichtig Orientierung und Austausch gerade zu Beginn des Berufseinstiegs sind, zeigen auch die Erwartungen der Teilnehmer:innen. 

Eine Teilnehmerin formulierte zu Beginn der Berufseinstiegswoche: „Ich erwarte mir von der Induktionsphase, dass ich relevante Informationen für den Berufseinstieg erhalte und dadurch in rechtlichen und organisatorischen Bereichen mehr Sicherheit gewinne.“

Auch der Wunsch nach guter Vorbereitung und persönlichem Austausch wurde deutlich: „Ich wünsche mir durch die Induktionsphase besser auf den Eintritt ins Schulleben vorbereitet zu sein. Zudem finde ich den Austausch mit Gleichgesinnten und Lehrenden sehr angenehm und beruhigend.“

Beide Aussagen greifen zentrale Anliegen der Berufseinstiegswoche auf: Sicherheit gewinnen, Orientierung finden, sich austauschen und den eigenen Weg in den Lehrer:innenberuf reflektiert gestalten.

Im Mittelpunkt der Berufseinstiegswoche stand daher die Entwicklung eines professionellen Selbstverständnisses. Denn Professionalität bedeutet nicht, von Beginn an auf jede Frage eine Antwort zu haben. Sie entsteht vielmehr im Zusammenspiel von Wissen, Erfahrung, Reflexion und der Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Während des ersten Dienstjahres werden die Berufseinsteiger:innen dabei von Mentor:innen begleitet, die ihre Erfahrung und Expertise einbringen und sie auf ihrem individuellen Weg unterstützen.

Die Einführungslehrveranstaltungen – Hauptkoordination: Melanie Köll und Ethan Salino - boten dafür eine abwechslungsreiche Verbindung aus fachlicher Orientierung, praxisnahen Inputs, Workshops und persönlichem Austausch. Neben organisatorischen und dienstrechtlichen Grundlagen standen zentrale Themen des pädagogischen Alltags im Fokus: Professionsbewusstsein, Klassenführung, Kommunikation und Konfliktmanagement, Elternarbeit sowie der Umgang mit herausfordernden Situationen.

Auch aktuelle Herausforderungen des Schulalltags fanden ihren Platz. Mehrsprachigkeit, Digitalisierung und Cybersicherheit wurden ebenso aufgegriffen wie Krisen- und Mobbingprävention. In 26 frei wählbaren Workshops und sieben Vorträgen bei insgesamt 22 Referierenden konnten die Teilnehmer:innen eigene Schwerpunkte setzen und Themen vertiefen, die für ihren zukünftigen Schulalltag besonders relevant sind.

Ein wesentlicher Bestandteil der Woche war der persönliche Austausch. Gespräche mit Kolleg:innen, das Teilen erster Erfahrungen und das Knüpfen neuer Kontakte eröffneten Möglichkeiten, voneinander zu lernen und erste berufliche Netzwerke aufzubauen. Die KPH versteht sich dabei als Ort des gemeinsamen Lernens – und als Begleiterin auf dem Weg der beruflichen Professionalisierung.

So gestaltet sich die Induktionsphase als Prozess, in dem Orientierung und Erfahrung, Wissen und Praxis sowie Begleitung und Eigenverantwortung zusammenkommen.

Wir wünschen allen Berufseinsteiger:innen einen erfolgreichen Start in den Lehrer:innenberuf, viele bereichernde Begegnungen und vor allem Freude an der pädagogischen Arbeit.