Transitionen – wie etwa der systembedingte Übergang von der Elementar- in die Primarstufe – sind Bestandteil jeder individuellen Biografie und gehen mit bedeutenden Veränderungen für die Betroffenen einher. Die Fähigkeit zur Bewältigung von Transitionen bezeichnen Griebel und Niesel (2015) als „Basiskompetenz in einer sich schnell wandelnden Gesellschaft“ (S. 31).
Besondere Bedeutung kommt im Transitionsprozess der Sprache bzw. Sprachkompetenz zu. Sprache als Schlüssel zur Partizipation an Leben, Gesellschaft und Bildung verhilft dem Menschen dazu, zum Autor seines Lebens zu werden, eine „narrative Identität“ (Savickas, 2013, S. 165) zu konstruieren.
Vor diesem Hintergrund setzten sich die Teilnehmer:innen des HLG „Frühe sprachliche Förderung“ am 21.11.2025 mit dem Themenbereich „Transition und Sprachförderung“ auseinander. Dabei erörterten sie die Bedingungen für gelingende Transitionserfahrungen sowie mögliche Handlungs- und Gestaltungsräume, um Kinder in ihren persönlichen Ressourcen zu unterstützen und ihnen vielfältige Sprachanlässe in anregenden Lernumgebungen sowie geeignete Bildungsangebote bereitzustellen.
Literatur:
Griebel, W. & Niesel, R. (2015). Übergänge verstehen und begleiten. Transitionen in der Bildungslaufbahn von Kindern (3. Auflage). Berlin: Cornelsen.
Savickas, M. L. (2013). Career Construction Theory and Practice. In S. D. Brown & R. W. Lent (Hrsg.), Career development and counseling. Putting theory and research to work (2. ed., S. 147–183). Hoboken, N.J. [u.a.]: Wiley.

