Die GeographInnen der KPH Stams besuchten im Zusammenhang mit der LV "Wirtschaften in Österreich" die Marktgemeinde Wattens. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Industriebetrieben und dem Siedlungwesen am Standort genauer zu verfolgen. Die Marktgemeinde Wattens bietet mit dem hier ansässigen Glasindustriebetrieb Swarovski dazu ideale Voraussetzungen - ist doch der Enkel des Firmengründers Daniel Swarovski auch für seine "Gartenheimsiedlung" zumindest tirolweit bekannt.
Von einer Aussichtsplattform im Süden der Gemeinde erschließt sich auf einen Blick der Großteil des Gemeindegebietes, gleichzeitig ist hier ein kurzer Abstecher in die Frühgeschichte möglich: Die Ausgrabungsstätte des sogenannten "Himmelreiches" befinden sich wenige Meter über der von der Gemeinde errichteten Plattform.
Neben einem kurzen geographischen Überblick wurden hier auch die Grundzüge der Siedlungsentwicklung in der Region besprochen; anschließend erfolgte ein Rundgang durch einzelne Ortsteile, in denen vor allem die Idee von Swarovski, wie die Arbeiterschaft der Firma wohnen und leben sollte, ein wenig greifbarer werden sollte.
Daneben ging es auch kurz um die Entwicklung anderer Wirtschaftsbetriebe in der Region - vor allem um die Papierindustrie, die seit dem 16. Jahrhundert im Ort produziert; heute ist "wattenspapier" (im Besitz der Delfort-Gruppe) EU-Marktführer bei einem Spezialprodukt: Zigarettenpapier. Aber auch die im Sog der großen Leitbetriebe sich entwickelnden KMU spielen in der Region eine bedeutende Rolle.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Besuch des "Riesen" - wenn auch aus Zeit- und Kostengründen nur ein Abstecher in die Außenanlagen bzw. in den beeindruckenden Store des Glaskonzernes möglich war.
Unter den Teilnehmern waren neben allen Geographie-StudentInnen auch je zwei Erasmus- Studentinnen aus Italien sowie Ungarn, die die Gelegenheit wahrnahmen, Kontakte zu knüpfen bzw. etwas von Tirol zu erfahren und zu sehen.



