Personalisiertes Leseförderprogramm

 

Studierende des 5. Semesters Bachelorstudium Primarstufe gestalteten im Oktober und November 2020 an sieben Tiroler Volksschulen ein gezieltes Leseförderprogramm mit Schülerinnen und Schülern.

Entwickeln eines personalisierten Leseförderprogrammes auf Basis evidenzbasierter Daten

Die Erstbegegnung zwischen der*dem Studierenden und dem Schulkind war geprägt durch eine Kennenlernphase und ein Gespräch über Lesestoff, Lesefähigkeit sowie Lesemotivation. In weiterer Folge führten die Studierenden eine Einzelleseanalyse (Buchstaben-, Wort- und Leseverständnisanalyse), in der die basalen Lesefähigkeiten überprüft wurden, durch. Auf Basis dieser Daten und durch eine Leselernstandserhebung in Form des SLS-Lesetests erstellten die Studierenden ein personalisiertes Lesetrainingskonzept mit täglichen Leseeinheiten von fünfzehn Minuten für den*die zu fördernde*n Schüler*in über einen Zeitraum von 5 Wochen.

Aufgrund der Covid-19-Situation musste in der Hälfte der Praktikumszeit die Begegnung mit den Kindern in den virtuellen Raum verlegt werden. Nichtsdestotrotz konnte das Programm fortgeführt werden. Die täglichen Leseeinheiten wurden gezielt auf das jeweilige Kind abgestimmt.

Dazu meint eine Lehrperson: „Tja, die Studierenden haben es letztendlich in diesen außergewöhnlichen Zeiten geschafft, das Leseförderprogramm durchzuziehen und erfolgreich zu beenden. Es war schön zu beobachten, wie eifrig und konzentriert sich meine Schülerinnen und Schüler an den Leseübungen beteiligt haben. Auch der Umgang der Studierenden mit den Kindern, besonders im virtuellen Raum, hat mir sehr gut gefallen. Ich bin schon sehr gespannt auf die einzelnen Entwicklungsberichte. Im Namen meiner Schülerinnen und Schüler bedanke ich mich nochmals bei euch und den Studierenden für das tolle Projekt.“

In den nächsten Wochen erfolgen die wissenschaftliche Auswertung der Daten zur Begleitforschung und das Verfassen von Entwicklungsberichten. Auf deren Ergebnissen gehen Studierende, Lehrpersonen, Praxisberater*innen und Direktor*innen in Austausch.

Elisabeth Haas, Sonja Waldner, Eva Salvador