Seit diesem Schuljahr gibt es an den Tiroler und Vorarlberger Berufsschulen einen kooperativen Religionsunterricht an dem u.a. katholische, evangelische und alevitische Schüler:innen teilnehmen. In den kommenden Jahren wollen sich weitere Religionsgemeinschaften dem Modell anschließen.
Um der Vielfalt von Religionszugehörigkeiten im Religionsunterricht gerecht zu werden, haben sich die Religionslehrpersonen der Polytechnischen Schulen und der Berufsschulen bei ihren Studientagen vom 15. - 16. Januar 2026 in Schönberg im Stubaital mit dem biographisch-dialogischen Lernen auseinandergesetzt. Stephan Pruchniwitz von der Justus-Liebig-Universität Gießen und Ute Klewitz, Mentorin für Lehramtsstudierende an der Universität Mainz, haben ein didaktisches Modell vorgestellt, dass die vielfältigen religiösen Biographien von Schüler:innen ernst nimmt und einen Dialog initiiert, der Vielfalt als Ressource versteht und Respekt und Verständnis füreinander fördert. Mit vielen praktischen Übungen konnten die Teilnehmer:innen selbst erfahren, welche Potenziale in einem solchen Unterrichtsprinzip liegen und wie Verschiedenheit eine Bereicherung für das eigene Verständnis sein kann. Zugleich erhielten die Lehrpersonen viele didaktische Anregungen für den eigenen Religionsunterricht an der Berufsschule.




