Personalisiertes Lesetrainingsprogramm an der VS Mötz

    17.01.2020 von Schulpraktische Studien und Außerschulische Bildungsarbeit, KPH

    Der Erwerb der Lesekompetenz kann als Schlüsselqualifikation in der Volksschule bezeichnet werden. Die Vermittlung im Unterrichtsgeschehen zielt auf den Aufbau von Kenntnissen und Strategien, die ein Leben lang in verschiedenen Kontexten und Interaktionen ausgebaut werden.

    An der VS Mötz gab es eine besonders intensive Leseaktion - nämlich ein Leseförderprogramm für Schüler_innen der 2., 3. und 4. Schulstufe in Zusammenarbeit mit Studierenden der KPH Edith Stein/Hochschulstandort Stams.

    Studierende des 5. Semesters Bachelorstudium Primarstufe kamen im Rahmen ihres Praktikums täglich über einen Zeitraum von 6 Wochen an die Schule und lasen in Einzelbetreuung mit jedem Kind. Die Aufgabe der Studierenden bestand darin, den aktuellen Lesestand der Kinder zu erheben, den Leseprozess zu dokumentieren, ein Leseförderprogramm für jedes Kind zu entwickeln, um somit das Kind bestmöglich zu fördern. Für die Kinder öffnete sich eine Welt aus Geschichten, Fabeln, Sagen und Märchen. Im Anschluss an das Gelesene besprachen die Kinder mit der/dem Studierenden Inhalte und klärten Begrifflichkeiten. In spielerischer Form verbesserten sie ihre Lesegeschwindigkeit und Lesefähigkeit durch gezielte individuelle Übungsangebote. Mehrmals hörte man von den Kindern am Ende der Einheit den Satz: „Ich freue mich schon auf morgen!“

    Das Projekt wurde auch wissenschaftlich begleitet – unter anderem wurde der Lesequotient am Beginn und am Ende des Trainingsprogrammes ermittelt. So zeigte sich nach Abschluss des Praktikums, dass sich der Lesequotient nach der zweiten Testung und nach dem Leseförderprogramm signifikant erhöhte. Die Studierenden gelangten zur Erkenntnis, dass tägliche Übungseinheiten Fähigkeiten und Fertigkeiten verbessern und sich Erfolge einstellen. Vielleicht sehen das Kinder genauso und nehmen öfter ein Buch in die Hand.

     

    Mag. Elisabeth Haas, BEd