Nachschau zum Literaturtag Übergänge. Wege zur und in der Kinder- und Jugendliteratur

    18.11.2019 von Allgemein

    Barbara Frischmuth sagte, sie als Autorin denke nicht in diesen Kategorien Kinder- und Jugendliteratur und Erwachsenenliteratur. Der Markt schürt aber die Gefahr, als Autorin oder als Autor in eine Schublade gesteckt zu werden. Nach einer Lesung aus ihrem neusten Roman Verschüttete Milch und ihrem Kinderbuch Gutenachtgeschichten für Maria Carolina stand eines der Gründungsmitglieder der GAV (Grazer Autorenvereinigung) Rede und Antwort. Ihrem Schaffen wurde eine Analyse von Friederike Mayröckers Werk von Eleonore De Felip zur Seite gestellt, die vor allem das weite emphatische Feld der Literatur Mayröckers erläuterte.

    Ratzfatz begeisterte nicht nur die Kinder der Volksschule Stams, sie zeigten auch auf, wie Literatur und Musik auf humorvolle Weise verbunden werden kann. Außerdem brachten sie Schwung in die Tagung. Dem gegenüber stand die Darbietung des KPH-Chores unter der Leitung von Thomas Kranebitter. N.C. Kaser, Christine Busta, u.a. mehr lieferten die Texte, welche von Johanna Röck vorgestellt wurden.

    Barbara Zelger und Simone Stefan analysierten die Auswahlkriterien von Bilderbüchern, dazu führten sie Experteninterviews mit Elementarpädagoginnen und -pädagogen und mit Volksschullehrerinnen und -lehrern. Der sprachlichen Ausprägung in der Kinder- und Jugendliteratur widmete sich Inés Pichler, die klar machte, dass Sprachbetrachtung auch zur Literatur dazugehört.

    Als krönender Abschluss ist Willy Puchners Vortrag zu sehen. Er erzählte nicht nur von seinem Leben als Fotograph, bildender Künstler und Schriftsteller, sondern erklärte seinen Blick auf die Welt. Willy Puchners Welt der Farben erleuchtete für eine Stunde den schwarzen Novemberabend in Stams.