„Umweltprojekt 2019“ – Was Müll alles kann!

    23.07.2019 von KPH

    Die Planung und die Organisation dieses Projektes samt Durchführung repräsentieren Tätigkeiten, die alljährlich von den Studierenden des vierten Semesters der KPH Edith Stein in Stams zur Schau gestellt werden. In diesem Zusammenhang stand die Themenwahl, als auch die Gruppenbildung unter alleiniger Macht der angehenden LehrerInnen. Sieben Studentinnen schlossen sich zu einem Team zusammen. Den inhaltlichen Schwerpunkt setzten wir auf das Thema Umwelt. Hierbei wurde der Fokus vor allem auf den Prozess des „Upcyclings“ mit der Wiederverwertung von jeglichen Abfallstoffen gelegt.

    Die Quintessenz des Projektes spiegelte sich zudem in dem selbstgewählten Titel wider. Im Folgenden wurden die groben Rahmenbedingungen des Umweltprojektes genauer unter die Lupe genommen.

     

    Projektidee und Partnerschule:

    Wie bereits im vorherigen Absatz angesprochen, verfolgte die Gruppe die Absicht einer ganz besonderen Art des Recyclings, genauer gesagt des „Upcyclings“. Vielerlei Weggeworfenes aus dem Alltag fungierte in diesem Fall als nützliches Material und somit wurden verschiedene Gebrauchsgegenstände erschaffen. Dieser Leitgedanke fand auf Basis einer dreitägigen Zusammenarbeit mit der ersten Klasse der Volksschule Thielmann in Telfs statt. Am ersten Tag wurden die Kinder im Rahmen einer Sachunterrichtsstunde über die Thematik informiert und haben anschließend den restlichen Vormittag mit dem „Upcycling“ begonnen.  Der nächste Projektvormittag galt dann ausschließlich der Herstellung verschiedener Produkte. Es wurden fünf Stationen angeboten, welche in Form einer Freiarbeit erledigt wurden. Folgende Dinge wurden hergestellt:

     

    ·         Musikinstrumente/ Filzen (Rasseleier, Kastagnetten)

    ·         Schmuck (Ohrringe, Halskette/Armband)

    ·         Zubehör (Schlüsselanhänger)

    ·         Behälterstation (Stiftehalter, Blumentöpfe, Windlichter)

    ·         Lesezeichenstation

     

    Während der Projektdurchführung ist uns besonders aufgefallen, dass gerade die Kinder mit Migrationshintergrund aufgeblüht sind. Es war ersichtlich, dass beim Basteln nicht die Sprache im Vordergrund steht. Gerade deshalb war das Projekt für diese Schule besonders gut geeignet. Alle Kinder konnten miteinbezogen werden und haben sehr viel zum Endergebnis beigetragen. Allein deshalb war das Projekt für uns ein voller Erfolg.

    Die gebildeten Gruppen zu je vier beziehungsweise fünf Kinder verwendeten hierfür zum Teil Mittel, die im eigenen Heim für diesen Anlass gesammelt wurden. Dies waren zum Beispiel Dosen, Papierrollen, Aludeckel, Joghurtbecher oder Flaschendeckel. Eine Präsentation und der Verkauf aller Produkte bei einem selbstinszenierten Bazar, bei welchem die Werkstücke im Gegenzug von freiwilligen Spenden erworben werden konnten, wurde am dritten und somit letzten Projekttag ermöglicht.  

    Durch das Engagement aller Beteiligten konnte eine Summe von 1.629,31 Euro eingenommen werden. Mit so viel Geld haben wir nicht gerechnet - umso größer war dann die Freude. Der Erlös der Einnahmen ging größtenteils an die Schulbibliothek, die erst vor zwei Jahren eröffnet wurde und deshalb noch dringend neue Bücher benötigt. Der Kauf von allerlei Umweltbüchern wurde somit ermöglicht. Ein kleinerer Betrag wurde der Klassenlehrerin zur Verfügung gestellt, damit neues Unterrichtsmaterial angeschafft werden konnte.

    Es ist noch zu erwähnen, dass durch unser Projekt die Gemeinde auf das Abfallsystem der Schule aufmerksam geworden ist und der Schule somit neue Mülltonnen für den Pausenhof zur Verfügung stellen wird. Außerdem wurde es in Kooperation mit der Gemeinde Telfs und der Firma „ATM“ ermöglicht, den Schülerinnen und Schülern jeweils eine Trinkflasche aus Glas und eine Jausenbox zu geben. Somit konnten wir mehr Nachhaltigkeit erreichen, als eigentlich geplant war.

    Ein besonderer Dank gilt hierbei besonders der Klassenlehrerin Frau Kornelia Neuner mit der Klasse 1a. Außerdem wollen wir dem Direktor der Volksschule Thielmann Herrn Schöpf, unserem Projektbetreuer Prof. Mag. Dr. Dr. Thöni, sowie allen Sponsoren, die dieses Projekt ermöglicht haben, danken. Weiters wollen wir uns bei den anonymen Spendern, dessen Logo´s jetzt nicht zu sehen sind, bedanken.

     

    Anmerkung zum Zeitrahmen:

    13.5.: Einführung in die Thematik/Bastelbeginn

    14.5.: Bastelvormittag

    15.5.: Bazar und Übergabe des Geldes an die Bibliothekarin/Klassenlehrerin