Religion im öffentlichen Raum

    27.05.2019 von Allgemein

    Das war der Dies facultatis & Diözesantag 2019

    Foto: Roman Siebenrock

    Unter dem Titel „Nicht von dieser Welt? Religion im öffentlichen Raum“ luden die KPH Edith Stein, die Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, sowie die Diözese zum diesjährigen Dies facultatis & Diözesantag.

    Mehr als 150 Interessierte folgten der Einladung und gingen u.a. den Fragen "Hat Religion, wenn sie organisiert und institutionalisiert ist, keinen Platz mehr in der Gesellschaft?" oder "Wo können und dürfen sich Religionslehrer_innen, Priester und Laien einbringen?" nach. Bereits in den Eröffnungsworten von Peter Trojer, Rektor der KPH Edith Stein, wurden Größe und Gewicht des Themas deutlich. Schließlich, so Trojer, ist die Frage was unter „Religion“ zu verstehen sei und wer welche Interessen mit ihrer Darstellung in der Öffentlichkeit verfolgt eine durchaus alltäglich relevante. Sie findet nicht zuletzt in Kunstwerken aller Art ihren prominenten und die Öffentlichkeit prägenden Ausdruck.

    Hochkarätige Referent_innen stellten ihre sehr diversen Blicke auf das Thema zur Diskussion.

    Bischof Erwin Kräutler brachte die Verbindung von Religion und Öffentlichkeit in Südamerika zur Sprache. Für Diözesanbischof Hermann Glettler, hat die Kirche die Aufgabe, "sympathische und unaufdringliche" Präsenz zu zeigen und bei den wichtigen Themen "kritisch zu intervenieren". Er plädierte am Dienstag für eine Rückkehr der Religionen in den öffentlichen Raum, "weil Religion etwas Wesentliches unseres Menschseins meint, eine Grundausrichtung unseres Lebens auf ein Woher und Woraufhin, weshalb sie nichts in der folkloristischen Dekorkiste zu suchen hat".

    Ansgar Kreutzer, Theologieprofessor aus Gießen, hinterfragte nicht nur die Form, in der Religion aufscheinen kann, er stellte aber auch die Frage welche verschiedenen und in sich zu unterscheidenden Formen von „Öffentlichkeit“ es eigentlich gibt.

    Literatur als öffentlichen Raum präsentierte Ulrike Tanzer, Vizerektorin der Universität Innsbruck und Leiterin des Brennerarchivs und verwies auf das Vorkommen von Religion in der österreichischen Literaturlandschaft des 19. Und 20. Jahrhunderts. Mit Barbara Hoiß, rundete eine Lehrende an der KPH Edith Stein die Auseinandersetzung ab. Sie fokussierte auf die Frage nach Religion in der Kinder- und Jugendliteratur und konnte die vielfältige, auch überraschend präsente Behandlung des Themas ausweisen.

    Der Dies facultatis & Diözesantag findet jährlich statt. Er ist ein etablierter Treffpunkt für Vernetzung, Austausch und profunde Auseinandersetzung zu religionspädagogisch relevanten Themen.


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